NEA LAHR
KLASSISCHE DRESSUR

Slalom

Einfacher Slalom

Der einfache Slalom in der Working Equitation besteht aus mindestens fünf Stangen oder Hütchen, die in einer geraden Linie aufgestellt werden. Der Reiter durchreitet die Hindernisse in gleichmäßigen Schlangenlinien. Ziel ist es, die Stangen in sauberen Bögen zu umrunden und mittig zwischen zwei Stangen die Richtung zu wechseln. Dabei soll das Pferd in der Wendung eine deutliche Stellung und Biegung zeigen und zwischen den Hindernissen kurz geradegerichtet werden. Der Abstand zwischen den Stangen variiert je nach Niveau. Im Training beträgt er häufig etwa 9–12 Meter, im Turnier meist 6–9 Meter. Die Aufgabe wird je nach Klasse im Schritt, Trab oder Galopp geritten. In den höheren Klassen M und S erfolgt der Richtungswechsel im Galopp mit fliegenden Wechseln genau zwischen den Stangen. Bewertet werden eine gleichmäßige Linienführung, korrekte Biegung, präzise Wechsel sowie die Balance und Durchlässigkeit des Pferdes. 


Parallelslalom 

Der Parallelslalom ist ein Hindernis bei dem Pferd und Reiter in gleichmäßigen Schlangenlinien durch zwei versetzte Reihen von Stangen oder Hütchen reiten. Die Übung fördert Wendigkeit, Balance und präzise Linienführung. Für den Parallelslalom werden fünf oder sieben Stangen bzw. Hütchen verwendet. Diese werden in zwei parallelen Reihen aufgestellt. Der Abstand zwischen den beiden Reihen beträgt je nach Leistungsniveau etwa 6 bis 9 Meter. Die Hindernisse einer Reihe stehen jeweils mittig zwischen zwei Hindernissen der gegenüberliegenden Reihe, sodass ein versetztes Muster entsteht.

Der Reiter führt das Pferd in gleichmäßigen Schlangenlinien durch die Hindernisse. Dabei wird jeweils abwechselnd um eine Stange der linken und anschließend der rechten Reihe geritten. Je nach Klasse erfolgt die Übung im Schritt, Trab oder Galopp.

Wichtig sind eine ruhige Linienführung, gleichmäßige Bögen und eine gute Vorbereitung der Wendungen. Das Pferd sollte in der Wendung Stellung und Biegung zeigen und zwischen den Hindernissen kurz geradegerichtet werden. Für das Training empfiehlt es sich, zunächst mit größeren Abständen oder weniger Hindernissen zu beginnen.

Der Schwierigkeitsgrad wird über Abstand, Anzahl der Hindernisse und Gangart gesteuert. In höheren Klassen wird der Parallelslalom  im Galopp mit fliegenden Wechseln geritten. Bewertet werden Rhythmus, Linienführung, Balance und die Harmonie zwischen Pferd und Reiter. 


Rückwärtsslalom

Der Rückwärtsslalom ist ein anspruchsvolles Hindernis. Dabei wird das Pferd rückwärts durch eine Gasse aus versetzt angeordneten Stangen geführt. Die Aufgabe erfordert hohe Konzentration, feine Hilfengebung und eine gute Kontrolle über Vor- und Hinterhand.

Das Hindernis besteht aus sechs Stangen oder Hütchen, die eine Gasse bilden. Je drei Stangen stehen links und rechts, versetzt zueinander angeordnet, sodass ein Slalom entsteht. Die Breite der Gasse variiert je nach Leistungsniveau.

Der Reiter reitet zunächst vorwärts in die Gasse ein und hält am Ende des Hindernisses an. Anschließend wird das Pferd rückwärts im Slalom durch die Stangen gerichtet. In manchen Aufgaben gehört zusätzlich das Aufnehmen und Absetzen eines Bechers an einer Stange zum Hindernis.

Das Pferd soll ruhig, gerade und kontrolliert rückwärtsgehen und dabei den Slalom präzise zwischen den Stangen ausführen. Besonders wichtig sind eine gute Versammlung, feine Hilfen und eine kontrollierte Führung der Vor- und Hinterhand.

Bewertet werden Genauigkeit, Ruhe, Durchlässigkeit und das fehlerfreie Rückwärtsrichten ohne Berühren der Hindernisse.


 
 
 
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